| Presse-Berichte über Ausstellungen von Anke Droste | |||||||||||
| Start Malerei Fotografie Grafik Ausstellungen Vita Impressum |
Artikel von Michael Lemken, Ost-Blog, Oktober 2011 |
Was heißt Freiheit?
14. Oktober 2011
By Michael Lemken
Anke Droste lotet in ihrer Ausstellung die Grenzen zwischen Freiheit und Unfreiheit aus. Noch bis zum 19. November zeigt die Galerie „der kunstbetrieb“ Malerei, Grafik und Fotografie der Dortmunder Künstlerin Anke Droste. Nach ihrer Ausstellung „flachwurzeln“ im Torhaus Rombergpark Anfang des Jahres stellt sich Droste in ihren Werken die Frage: In wieweit kann jemand „frei“ sein? „Freiheit“ ist ein oft gebrauchter und auch missbrauchter Begriff. So heißt es in einer Werbung „Die Freiheit nehm’ ich mir“, aber welche Freiheiten kann man sich einfach nehmen und welche Bindungen sind positiv für den einzelnen? Gibt es so etwas wie absolute Freiheit? Schließlich gibt es auch Dinge, für die man sich freiwillig binden lässt. Beispielsweise in einer Beziehung, die ohne eine Bindung ja überhaupt nicht denkbar wäre. Weitaus stärker sind jedoch die Bindungen, die eher Zwängen gleichen wie der Job oder Verpflichtungen. Drostes Einstieg in das Thema war eine Geschichte von Ilse Aichinger, in der ein gefesselter Mann alles machen konnte, was er wollte, aber als die Fesseln gelöst wurden, unfähig war, irgendetwas zu tun. „Man braucht eine Verankerung, ansonsten weiß man nicht, was man tun sollte“, so Droste. Auch Sartres, „Die Hölle, das sind die anderen“ oder Camus „Sisyphos“ gehören zu ihren Inspirationsquellen. Für die Künstlerin gibt es ein stetes Bemühen um Freiheit, gleichzeitig will der Mensch aber Bindungen haben und begibt sich freiwillig in eine Form von Unfreiheit. Das schlägt sich vor allem in ihren Gemälden wieder, die zwar Landschaftsbilder sind, die Landschaft aber nur noch als Allegorie benutzt. Der Horizont löst sich auf, was ist Himmel , was ist Wasser: für den Betrachter nicht mehr auszumachen. In einem weiteren Bild, in dunklen Erdfarben gehalten, bewegen sich Figuren wie Lemminge auf einen Abgrund zu. Sie nutzen die Möglichkeiten, die sie haben, nicht. Das Thema „Freiheit“ wird Anke Droste noch weiter beschäftigen. Zur Zeit arbeitet sie an Skizzen von Gemälden, auf denen marionettenartige Figuren zu sehen sein werden. Die Marionettenfäden stehen symbolisch für die Bindungen, die jeder von uns eingeht, freiwillig oder unfreiwillig. Bei den fotografischen Arbeiten sind zwei unterschiedliche Stile zu erkennen. In der 70×50 cm großen Montage „free“ sind vier Menschen zu sehen, die aus vier unterschiedlichen Fotos stammen, die zwar „frei“ und modern scheinen, aber durch die Beschäftigung mit ihren elektronischen Begleitern doch „an die Leine“ genommen werden, somit unfrei sind. Daneben gibt es eine Serie von kleinformatigen Fotografien, auf denen Menschen im städtischen Umfeld zu sehen sind. Es liegt am Betrachter zu entscheiden, ob sich die Freiheit der Personen an den Bildern ablesen lässt. „Frei“ der kunstbetrieb Öffnungszeiten: |
|||||||||
| Artikel von Thilo Kortmann, Westfälische Rundschau, Januar 2011 | ![]() |
||||||||||
| Artikel von Tilman Abegg, Ruhr Nachrichten, Januar 2011 | ![]() |
||||||||||
| Artikel von Hans-Joachim Hoppmann, Do 21, Januar 2011 |
*flachwurzeln*: Ausstellung mit Arbeiten von Anke Droste im Torhaus Rombergpark
Die Dortmunder Künstlerin Anke Droste zeigt vom 16. Januar bis zum 6. Februar im Torhaus Rombergpark Werke aus ihrem aktuellen Zyklus „flachwurzeln“. Er umfasst Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Fotografie und Grafik und thematisiert das Sein, wie es sich dem Betrachter heute darstellt. |
||||||||||
| Artikel von Michael Lemken, Ost-Blog, Januar 2011 |
Die Birke als künstlerische Metapher
13. Januar 2011
By Michael LemkenVom 16. Januar bis zum 6. Februar zeigt das Torhaus im Rombergpark die Ausstellung „flachwurzeln“ der Dortmunder Künstlerin Anke Droste. Im Mittelpunkt ihrer ausgestellten Werke steht die Birke. Für Droste ist die Birke „eine Metapher für den Zustand, in dem wir uns befinden.“ Die Birke ist wegen ihrer flachen und dichten Wurzeln und ihrer geringen Ansprüche an Boden und Klima eine ideale Pionierpflanze, die schnell neues Terrain erobert. „Man muss flexibel und beweglich sein“, vergleicht Droste die heutige Arbeitssituation vieler Menschen mit der Flexibilität und Genügsamkeit der Birke. Doch diese Flexibilität als Pionier hat auch positive Seiten. „Man kann Neues schöpfen, neu zweifeln, neue Ideen hervorbringen. Es hat eine gewisse Leichtigkeit“, so die Künstlerin. In ihrer aktuellen Ausstellung „flachwurzeln“ zeigt Anke Droste neben ihren Gemälden auch Fotografien und Grafiken. Die Gemälde sind sehr farbenfroh, denn „sie sollen dem Betrachter auch Spaß machen“, so Droste. Ob sie lieber malt, fotografiert oder zeichnet? „Für die Malerei brauche ich viel Kraft und Energie“, erzählt die Künstlerin. „Ich male am liebsten auf Holz.“ dabei benutzt sie Acryl und Dispersionsfarben. Bei den fotografischen Arbeiten hat die moderne Zeit Einzug gehalten. „Was ich früher im Fotolabor gemacht habe, mache ich heute mit der Bildbearbeitung“, bekennt Droste. Anke Droste wurde 1961 in Dortmund geboren und studierte 1983 bis 1990 Kunst an der Universität Dortmund. Ihre Arbeiten waren unter anderem in Ausstellungen in Dortmund, Bremen, Lübeck, Unna, Oberhausen und Köln zu sehen. Anke Droste wurde unter anderem mit dem Fotopreis der Photokina Köln und mit dem Fotopreis der Stadt Wien ausgezeichnet. |
||||||||||
| Artikel in den Ruhr Nachrichten, 4. Dezember 2010 | ![]() |
||||||||||
| nach oben | |||||||||||